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Perspektivenwechsel am Damaschkeplatz

Nach langer Zeit melde ich mich wieder zurück, um euch einen Eindruck vom Fortschritt auf den MVB-Baustellen zum neuen Straßenbahnnetz zu geben: Heute: Bauabschnitt 4 – Damaschkeplatz

Jeden Tag fahre ich auf dem Weg zur Arbeit am Damaschkeplatz vorbei und kann vom Fußweg aus mitverfolgen, wie das neue Gleisviereck Stück für Stück entsteht. Auch am späten Nachmittag, wenn ich nach einem langen Arbeitstag wieder auf dem Rückweg bin, sind die Jungs von der Baufirma noch fleißig am Werkeln.

Bauarbeiten am Damaschkeplatz (Aufnahme: Peter Gercke, Ende April 2020)

Wie ihr euch sicher erinnern könnt, wurde vor ziemlich genau einem Jahr damit begonnen, den Straßenbahnverkehr außen um die Baustelle herum zu legen, damit die Straßenbahnen der Linien 1 und 3 auch während der Bauzeit rollen können. Immer noch eine der besten Entscheidungen, wie ich finde, denn niemand hat Lust auf über ein Jahr Schienenersatzverkehr. Seitdem ist viel in der Tiefe passiert. Ein riesiger Abwassersammler wurde gebaut und während der Bauzeit wurde das Wasser provisorisch über große Rohre in luftiger Höhe umgeleitet.

Bauarbeiten am Damaschkeplatz (Aufnahme: Peter Gercke, Ende April 2020)

Nun sind die Tiefbauarbeiten für die Ost-West-Achse fertig und die oberirdischen Rohre längst wieder Geschichte und es kann endlich mit dem Verlegen der Gleise begonnen werden. Und da sind die Bauarbeiter schon wirklich weit gekommen. Die Schienen für das neue Gleiskreuz werden in Einzelteilen über die Kreuzung gelegt. Die Teile sind dabei bereits vormontiert. Wie ein überdimensionales Puzzle fügen sich die einzelnen Gleisteile nun zusammen. Zuerst wird die Ost-West-Verbindung Richtung Hauptbahnhof und Olvenstedter Straße gelegt. Dabei entsteht auch in der Platzmitte die Vierfach-Kreuzung der Gleise. Nachdem die Gleisteile verlegt wurden, beginnen die Bauarbeiter mit dem einbetonieren und mit dem Verschweißen der Schienen, damit die Straßenbahnen später flüssig drüber rollen können.

Bauarbeiten am Damaschkeplatz (Aufnahme: Peter Gercke, Ende April 2020)

Damit man mal sieht, was für ein Ausmaß so ein Gleiskreuz wirklich hat, muss man die Perspektive wechseln. Das habe ich getan. So kann ich euch atemberaubende Bilder von oben zeigen.

Neben dem „einfachen“ verlegen der Gleise, wurden auch die neuen Masten für die Oberleitung der Straßenbahn gesetzt und in den Boden gerammt. Das sind ganz schön viele rote Stahlkolosse. Sie bleiben jedoch nicht rot, sondern erhalten einen anderen Anstrich. Außerdem wurden auch die Gleisborde zur Abgrenzung einbetoniert.

Viele fragen sich, wie es denn eigentlich weiter geht. Wann kann die Straßenbahn wieder zum Hauptbahnhof rollen? Nun, zum einen muss natürlich die Ost-West-Fahrbeziehung am Damaschkeplatz fertig sein. Zum anderen müssen die Bauarbeiten der Landeshauptstadt am Autotunnel und der Tunneldecke weiter voranschreiten, damit die Gleise vor dem City Carré/Ecke Willy-Brandt-Platz verlegt werden können. Und dann muss auch noch der Neubau des Gleisdreiecks City Carré abgeschlossen werden. Wenn diese drei Variablen erfüllt sind, stimmt die Gleichung und am 27. August 2020 fahren, nach mehr als drei Jahren, endlich wieder Straßenbahnen unter den Bahnhofsbrücken zum Hauptbahnhof.

Bauarbeiten am Damaschkeplatz (Aufnahme: Peter Gercke, Ende April 2020)

Doch gleich danach geht es weiter mit dem Ausbau der Straßenbahnstrecke im Adelheidring und deren neue Anbindung an den Damaschkeplatz. Das bedeutet, dass für diese Bauarbeiten dann der Straßenbahnverkehr auf der Großen Diesdorfer Straße zwischen Westring und Adelheidring eingestellt wird. Geplant ist dies für ein Jahr. Diese Information muss man als Stadtfelder erstmal verdauen – da freut man sich wieder direkt in die Innenstadt ohne Umweg über den Südring fahren zu können, muss aber gleichzeitig auf seine Bimmel an der Arndtstraße und Gerhart-Hauptmann-Straße verzichten. Gut, dass es den Europaring gibt und die Straßenbahnen relativ unkompliziert über diesen und die Olvenstedter Straße umgeleitet werden können. Außerdem sind wir Stadtfelder ja baustellenerprobt, oder? ;)

Wenn die Strecke im Adelheidring fertig ist, hier entsteht übrigens gleich eine moderne und barrierefreie Haltestelle mit richtigem Bahnsteig und modernen Fahrgastinformationssystemen, wird noch das Gleiskreuz an den Editharing angeschlossen, sodass Ende 2021 der komplette Damaschkeplatz dann fertig ist.

Das soll’s für heute erstmal gewesen sein.
Bis hoffentlich bald, euer Tim!

PS: Hier übrigens noch ein schöner Film, den ich auf Youtube gefunden habe. Mit einer Drohne wird einmal das gesamte Baufeld vom Damaschkeplatz bis zur City-Tunnel-Baustelle überflogen: https://www.youtube.com/watch?v=TChJBPKFrNk&feature=youtu.be

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